Monument Valley – Wild Wild West

Das Monument Valley hat vermutlich jeder schon einmal in zahlreichen Western Filmen gesehen. Der Nationalpark ist bekannt für seine markanten Steinformationen und die weitläufigen Ebenen. Was es dort sonst noch zu entdecken gibt und was man mit Zeitraffern machen kann, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Vom Horseshoe Bend und den Anitlope Canyons führte uns unserer Rundreise weiter ins Monument Valley. Der Ort an dem zahlreiche Cowboy und Indianer Filme gedreht wurden. Wer sich schon immer gefragt hat ob es dort wirklich wie im Fernsehen aussieht, dem sei gesagt, dass es noch viel beeindruckender ist. Die Felsen sind in Wirklichkeit größer als ich sie mir jemals vorgestellt habe.

Wer direkt beim Monument Valley übernachten möchte, dem kann ich das The View Hotel empfehlen. Es ist zwar unverschämt teuer, aber der Name ist Programm. Gönnt man sich den Spaß, sollte man unbedingt darauf achten ein Zimmer mit Balkon in Richtung des Monument Valleys zu nehmen. Die Aussicht vom Bett aus auf die weite Ebene ist wirklich spektakulär. Bringt man sein Frühstück selber mit, so kann man die erste Mahlzeit des Tages mit einer wunderschönen Aussicht genießen.

Blick von unten auf das The View Hotel an der Felskante

The View Hotel im Monument Valley
70mm f/11 1/160s ISO 160

Gleich danach gelangt man zum Besucherzentrum und man steht vor der Wahl wie man das Gebiet erkunden möchte. Dafür gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Die Navajo Indianer haben das The View Hotel in geschickter Weise direkt im Nationalpark erbaut. Zum reservierten Zimmer gelangt mal also nur durch das Bezahlen von Eintritt.

Mit dem eigenen Wagen oder mit einer von zwei unterschiedlichen geführten Touren.

Monument Valley mit dem eigenen Wagen

Für die Fahrt mit dem eigenen Wagen gibt es die Dirt Road die an mehreren Aussichtspunkten vorbei führt. Die Straße macht ihrem Namen alle Ehre und man sollte sich im Vorfeld gut überlegen ob das mitgebrachte Fahrzeug und die eigenen Fähigkeiten dafür geeignet sind.

Besonders am Anfang der Straße gibt es Schlaglöcher die auch locker als Höhlen durchgehen. Möchte man vor dem Sonnenuntergang wieder zurück sein, so ist ein Allrad angetriebenes Fahrzeug nicht die schlechteste Wahl. Wir haben auch die allseits beliebten Ford Mustangs auf der Straße gesehen. Ob diese je wieder zurück zum Besucherzentrum gefunden haben ist allerdings nicht überliefert. Um unangenehme Situationen bei der Rückgabe des Mietwagens zu vermeiden kann auch eine ordentliche Portion Bodenfreiheit nicht schaden.

Böse Zungen behaupten, dass die Indianer die Straße absichtlich nicht in Schuss halten damit mehr Touristen die geführten Touren buchen.

Blick vom The View Hotel auf die drei berühmten Felsen im Monument Valley

Straße durch das Monument Valley
24mm f/8 1/125s ISO 64

Monument Valley als geführte Tour

Wem die Sache mit dem eigenen Wagen zu heikel ist, der kann auch auf die geführten Touren der Navajo Indianer zurückgreifen. An der Straße vor dem Besucherzentrum gibt es eine kleine Holzhütte wo die Ausflüge spontan gebucht werden können.

Angeboten werden zwei Touren mit unterschiedlicher Länge. Die kürzere der beiden ist identisch mit der Tour die auch mit dem eigenen PKW abgefahren werden kann. Es geht auf der Dirt Road zu den Aussichtspunkten und nach zwei bis drei Stunden wieder zurück. Der Preis ist wie im Navajo Gebiet üblich sehr hoch, aber für nur 10 Dollar mehr pro Nase gibt es noch eine längere Tour. Diese führt auch zu Bereichen zu denen man mit dem eigenen Wagen keinen Zugang bekommt.

Erkundung des Monument Valleys

Wir haben uns für eine geführte Tour entschieden, weil unser Ford Focus noch einige Meilen durchhalten musste. Außerdem wollten wir uns auf die Landschaft und nicht auf das Fahren konzentrieren. Die Wahl fiel auf die lange Tour, da wir sowieso an diesem Tag keine weiteren Aktivitäten geplant hatten. Am Anfang waren wir uns noch unsicher ob es sich lohnt, aber wir haben es nicht bereut. Wir wurden mit einer kleinen Gruppe von nicht mal 10 Personen auf die Ladefläche eines Pickups gesetzt und fuhren auf die Dirt Road.

Der Fahrer hielt regelmäßig an Aussichtspunkten an und erklärte uns die Lebensweise der Indianer. Er gab uns auch die Möglichkeit bei bedarf anzuhalten was der Tour etwas mehr flexibilität verlieh.

Gelegentlich konnten wir sog. Sand Devils bei ihrem gemächlichen Zug über die Ebene beobachten. Es handelt sich dabei um Winde die den losen Sand aufwirbeln und für einen gespenstischen Anblick sorgen. Ein besonders großes Exemplar versperrte kurze Zeit die Straße, sodass wir einen Moment warten mussten.

Ein Sand Devil fegt über die Straße

Sand Devil kreuzt die Straße
70mm f/11 1/320s ISO 400

Für die Freunde des Wilden Westens gibt es auch das Angebot das Gebiet mit dem Pferd zu erkunden. Soweit wir das sehen konnten handelt es sich dabei aber eher um gemütliche geführte Touren für Kinder. Wer mit schwingendem Lasso über die Ebene galoppieren möchte um das Abendessen einzufangen, wird vermutlich etwas enttäuscht sein.

Pferdesattel mit Three Sister im Hintergrund

Three Sisters im Hintergrund
70mm f/11 1/100s ISO 160

Im Hintergrund sind die Three Sisters zu sehen. Drei Felsen die sich wenig aus physikalischen Gesetzen machen und sich gen Himmel strecken.

Nach einiger Zeit kamen wir an den Teil der Tour, der mit dem eigenen PKW nicht mehr befahren werden darf. Wir kamen vorbei an mehreren Felsen die vom Regenwasser und Korrosion durchlöchert wurden.

Eigenartiger Felsen mit Loch durch das man weiße Wolken sehen kann.

Felsen mit Loch
24mm f/8 1/100s ISO 200

Ein sehr beliebtes Motiv ist ein Baum mit einer Astgabelung durch die man eines der Löcher in den Felsen fotografieren kann. Damit das perfekte Foto gelingt haben die Indianer die perfekte Position zum Fotografieren mit einem X markiert. Neben diesem Standardmotiv habe ich den Baum noch für eine Gegenlichtaufnahme missbraucht.

Gegenlichtaufnahme vom Baum vor einem Felsen

Fotogener Baum im Gegenlicht
24mm f/11 1/80s ISO 200

Zurück am Hotel kamen wir in den Genuss eines wunderschönen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang zu beobachten.

Sonnenaufgang mit Sonnenstrahlen im Monument Valley

Sonnenaufgang im Monument Valley
24mm f/11 1/800s ISO 64

Schon die ganze Reise über wollte ich eines dieser berühmten Bilder machen die eine scheinbar endlose gerade Straße zeigen. Kurz hinter dem Monument Valley bot sich dann die Gelegenheit für so eine Aufnahme. Das Foto entstand entgegen unserer Fahrtrichtung und zeigt das Monument Valley in einiger Entfernung.

Gerade Straße in Richtung Monument Valley

Endlose Straße zum Monument Valley
68mm f/11 1/125s ISO 64

Und nun seid ihr dran

Wenn ihr Fragen, Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge zum Beitrag habt, so freuen wir uns über eure Kommentare.

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