Mesa Arch – Es werde Licht

Nach dem wunderschönen Sonnenuntergang am Delicate Arch, war gleich am folgenden Morgen der Sonnenaufgang am Mesa Arch geplant. Ein weiterer Steinbogen auf den ich mich schon die ganze Reise über gefreut hatte.

Neben dem Arches National Park gibt es in Moab auch noch den Canyonlands National Park. Er befindet sich etwa 30 Meilen von Moab entfernt und Eintritt erhält man ebenfalls mit dem America The Beautiful Pass.
Der Park ist ziemlich weitläufig und vom Eingang sind es noch gut 10 weitere Meilen bis zum Parkplatz von dem man zum Mesa Arch gelangt. Nach einem 0.3 Meilen Spaziergang ist man dann endlich da.

Warum tut man sich das an?

Wie kommt man nun mitten in der Nacht auf die Idee so eine Strecke zu einem Steinbogen zu fahren, wo es doch am Tag zuvor schon genügend davon gab?
Das besondere am Mesa Arch ist, dass er direkt an einem Abgrund liegt und sich dahinter eine weitläufige Ebene befindet. Wenn die Sonne sich morgens am Ende der Ebene zeigt und man durch den Arch blickt, so entsteht ein wirklich beeindruckendes Motiv.

Ebene beim Mesa Arch

Ebene beim Mesa Arch
24mm f/11 1/80s ISO 200

Anfahrt zum Mesa Arch

Wir hatten also etwa 40 Meilen (64km) vor Sonnenaufgang zurückzulegen. Aus Berichten wussten wir, dass man aus Platzgründen am besten noch etwas vor Sonnenaufgang dort ist.

Wir standen also um 4:00 Uhr morgens auf, um noch rechtzeitig dort sein zu können. Dieses Mal war das Ganze nicht mehr so einfach wie am Grand Canyon. Wir waren lange in der Zeitzone angekommen und die Wanderung zum Delicate Arch am Vorabend war ebenfalls nicht spurlos an uns vorbei gegangen.
Aber was macht man nicht alles für ein kleines Abenteuer?

Da wir nur eine Karte hatten und es draußen dunkel war, wussten wir nur so ungefähr wie wir fahren mussten. Diese verrückte Idee war auch auf meinem Mist gewachsen, sodass mein Navigator die Zeit im Auto nutzte um noch etwas wohlverdienten Schlaf nachzuholen.
Trotzdem war es ein Leichtes den Mesa Arch zu finden. Gleich auf der Hauptstraße in Moab fuhr ein weiteres Auto an uns vorbei. Wer zu dieser Zeit durch die ansonsten sehr verlassene Gegend fährt, konnte nur ein Ziel haben.
Wir fuhren also einfach hinterher und behielten recht. Während der Fahrt kamen noch weitere Fahrzeuge hinzu, was uns in unserem Vorhaben bestätigte.

Zusammen mit einigen anderen Fahrzeugen kamen wir ungefähr 20 min. vor Sonnenaufgang am Parkplatz an. Am Mesa Arch wurde sehr schnell klar wie das mit den Platzverhältnissen gemeint war. Wie oben auf dem Bild zu sehen, ist der gesamte Arch nur etwa 20m breit und richtig gute Plätze zum Fotografieren gibt es  nur 3-5.

Fotografieren am Mesa Arch

Die Stative wurden auf- und die Kameras eingestellt. Weit geöffnete Blende für eine möglichst große Tiefenschärfe, niedrige ISO-Werte und dementsprechend etwas längere Belichtungszeiten. Und natürlich Bildstabilisator aus- und Spiegelvorauslösung einschalten nicht vergessen.

Mesa Arch vor Sonnenaufgang 55mm f/16 0.6s ISO 200

Mesa Arch vor Sonnenaufgang
55mm, f/16, 1/15s, ISO 100

Beim Fotografieren merkte ich schon, dass es sich um ein extrem schwieriges Motiv handelt. Der Dynamikumfang war viel zu groß um gleichzeitig den Mesa Arch und den dahinter liegenden Sonnenaufgang zu Fotografieren.
Um meinen Dynamikumfang zu erweitern habe ich Belichtungsreihen mit jeweils 7 Bildern für die spätere HDR-Bearbeitung erstellt.

Mesa Arch bei Sonnenaufgang

Mesa Arch bei Sonnenaufgang
24mm, f/16, 1/20s, ISO 100

Leider haben alle ergriffenen Maßnahmen nicht viel gebracht, das entscheidende Foto ist nicht so geworden wie ich es mir gewünscht habe.
Wie bereits in dem Vergleich zwischen dem Tamron 24-70mm und dem Nikon 18-55mm beschrieben, neigt das Tamron zu unschönen Reflexionen bei Gegenlicht Aufnahmen. Diese sind besonders deutlich bei dem Foto vom Mesa Arch zu sehen.
Eine Festbrennweite hätte hier wahrscheinlich wesentlich mehr aus dem Motiv rausholen können.

Abseits vom Hauptmotiv ist aber ein weiteres schönes Foto entstanden. Mit der Sonne fotografiert es sich halt doch leichter als gegen die Sonne.

Der Mesa Arch wird von der Sonne angestrahlt

Mesa Arch mit der Sonne
24mm, f/11, 1/80s, ISO 250

Auch wenn das gewünschte Ergebnis nicht erreicht wurde, das Abenteuer hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Wir konnten das entscheidende Foto nicht machen, aber wir haben den unglaublichen Sonnenaufgang zumindest mit eigenen Augen sehen dürfen.
Sollte ich jemals wieder die Gelegenheit haben den Mesa Arch zu besuchen, wird auf jeden Fall das Sigma 35mm f/1.4 eingepackt.

Und jetzt seid ihr dran

Habt ihr Fragen, Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge zum Beitrag, so freuen wir uns über einen Kommentar.

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