Horseshoe Bend – Weitwinkel extrem

Horseshoe Bend zur Mittagszeit

Der Horseshoe Bend bei Page ist ein sehr beeindruckender Ort. Im Laufe der Jahrtausende hat sich der Colorado River seinen Weg durch das Sandgestein gefressen und an einer Stelle eine hufeisenförmige Schleife hinterlassen. Neben dem Antilope Canyon ist der Horseshoe Bend ein Muss für jeden der die Möglichkeit hat Page zu besuchen.

Bereits die beiden Antilope Canyons waren ganz besondere Orte. Wenn man aber schon einmal in Page ist, dann sollte man auf jeden Fall den Horseshoe Bend besuchen. Er hat seinen Namen von der ungewöhnlichen Form. Anstelle den direkten Weg zu nehmen hat der sich der Colorador River eine hufeisenförmige Schlaufe in das Gestein gefräst.

Zur Mittagszeit am Horseshoe Bend

Nicht weit von Page entfernt findet man einem offiziellen Parkplatz auf dem man sein Fahrzeug abstellen kann. Von dort geht es über einen Hügel direkt zum Horseshoe Bend. Nur die Zahlreichen Menschen deuten darauf hin, dass sich am Ende des Weges etwas spektakuläres befindet. Erst kurz bevor man dort ist, kann man sehen was die Massen anzieht.

Der Horseshoe Bend ist erst sichtbar kurz bevor man am Abgrund steht

Weg zum Horseshoe Bend
35mm f/11 1/125s ISO 64

Ist man angekommen ist äußerste Vorsicht geboten. Insbesondere wenn man Kinder dabei hat sollten diese auf die Gefahren hingewiesen werden. Da sich der Horseshoe Bend auf öffentlichem Gelände befindet wird zwar kein Eintrittsgeld verlangt, aber es gibt dafür auch keinerlei Sicherungen. Kein Zaun und auch kein Geländer schützen vor den ca 300m die zwischen Oben und Unten liegen.

Ich versuche am sehr steilen Abgrund zu fotografieren

Fotografieren außerhalb der Komfortzone

Auf dem Bild kann man sehen wie ich versuche den Horseshoe Bend zu fotografieren. Weil es so steil runter geht musste ich sehr nah an die Felskante um möglichst viel von dem Naturschauspiel aufnehmen zu können. Es war sofort klar, dass das Tamron 24-70mm f/2.8 nicht ganz das richtige Objektiv war um den Horseshoe Bend in seiner ganzen Schönheit auf ein Foto verbannen zu können. Da ich aber kein anderes Objektiv hatte, musste ich das beste daraus machen.

Sollte ich noch einmal die Gelegenheit für derartige Fotos haben, so würde ich versuchen an ein Nikon 14-24mm f/2.8 Objektiv zu kommen. Damit sollte sich wesentlich mehr einfangen lassen.

Horseshoe Bend zur Mittagszeit

Horseshoe Bend zur Mittagszeit
24mm f/8 1/50s ISO 64

 

Zu jeder Tageszeit kann man ein unterschiedliches Farbenspiel am Horseshoe Bend beobachten. Das obere Bild ist eine Aufnahme zur Mittagszeit.

Sonnenuntergang am Horseshoe Bend

Als wir im August dort waren hatten wir das Glück, dass die Sonne genau gegenüber untergeht. Es ergeben sich dadurch sehr schöne Möglichkeiten für HDR aufnahmen.

Da ich diese damals nicht wahrgenommen habe, hier ein Beispiel für ein normales Foto vom Sonnenuntergang.

Felsen am Horseshoe Bend in warmen Farben kurz vor Sonnenuntergang

Sonnenuntergang am Horseshoe Bend
26mm f/11 1/160s ISO 100

Wegen nicht vorhandener künstlicher Beleuchtung wird es am Horseshoe Bend nach Sonnenuntergang sehr dunkel. Für den Rückweg zum Parkplatz und um nicht versehentlich in den Abgrund ist das Mitführen einer Taschenlampe empfehlenswert.

Und nun seid ihr dran

Habt ihr Fragen, Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge zum Beitrag, so freuen wir uns über einen Kommentar.

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2 Kommentare

  1. Sabrina's Gravatar Sabrina
    13. Juli 2015    

    Hallo!
    Es ist so wunderschön dort! *-*
    Unser Besuch ist leider schon knapp 2 Jahre her. Wir haben aber mit unserer Canon EOS D1000 und dem 18-50mm Objektiv Probleme gehabt, es ganz aufs Bild zu bekommen. Mit meinem Handy sind mir da bessere Fotos gelungen. Ich hoffe, beim nächsten Mal haben wir ein UWW dabei. 🙂 Ich möchte gerne ein 10-18mm kaufen.

    Im Antelope Slot Caynon waren wir auch. Das Farbenspiel und die Formationen sind wirklich unglaublich!
    Leider haben wir es mit der DSLR nicht hinbekommen, ein ordentliches Foto zu machen. Kannst du mir vielleicht sagen, was eine gute Einstellung dafür wäre? Wir sind noch totale Anfänger…

    Danke & Gruß
    Sabrina

    • 13. Juli 2015    

      Hallo Sabrina,

      ich kann dir nur zustimmen. Der Horseshoe Bend ist wirklich atemberaubend. Ich fand es total überwältigend am Abgrund zu stehen :).
      Ich vermute, dass du mit deinem Objektiv ein ganz ähnliches Problem hattest wie ich mit meinem. Soweit ich weiß hat deine Canon einen Crop-Faktor von 1.6 und somit werden aus den
      theoretischen 18mm Brennweite gleich mal knapp 29mm. Damit hatte sogar ich mit meinen 24mm noch etwas mehr, aber immer noch viel zu wenig, Weitwinkel.
      Für den Horseshoe Bend benötigt man um einiges mehr, aber mit dem von dir genannten 10-18mm Objektiv müsste es eigentlich gehen.

      In den Antelope Canyons benötigt man entweder lichtstarke Objektive mit möglichst kleiner Blendenzahl (z.B. f/2.8 oder Festbrennweiten mit noch kleineren Werten), oder sehr hohe ISO-Werte um
      bei dem geringen Licht arbeiten zu können. Es ist ratsam nicht gleichzeitig Himmel und den Canyon zu fotografieren. Diesen Fehler habe ich leider bei vielen Bildern gemacht. Der Dynamikumfang ist dadurch viel zu hoch.
      Einfacher ist es Motive ohne Himmel zu suchen.
      Das mit den Farben ist reine Nachbearbeitung. Ich habe im RAW Format fotografiert und den Weißabgleich auf bewölkt eingestellt. Dadurch werden die Bilder zunächst sehr neutral. In der Nachbearbeitung habe ich den Weißabgleich so weit in den kühlen Bereich verschoben, bis mir die Farben gefallen haben.

      Viele Grüße

      Sven

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