Arches National Park – Steine und Schwerkraft

Landscape Arch. Sehr instabiler Steinbogen

Nach dem beeindruckenden Monument Valley ging es auf unserer USA Rundreise weiter nach Moab zum Arches National Park. Der Name macht auch hier auf die Besonderheit des Naturschauspiels aufmerksam.

Diese Steinbögen, im Englischen Arches genannt, entstehen durch eine sich unter dem Gebiet befindenden Salzschicht und Erosion. Was Jahrtausende gedauert hat können wir heute als Naturschauspiel bewundern und natürlich auch fotografieren.

Beim Arches National Park handelt es sich um einen staatlichen Nationalpark. Wer also im Besitz des bereits erwähnten Amerika The Beautiful Passes ist, kann sich den Eintritt sparen. Die Entfernungen im Arches National Park sind teilweise sehr groß, sodass man sich gut überlegen sollte welche Punkte man anfährt.
Wie in den USA üblich sind viele Aussichtspunkte mit dem Auto zu erreichen, wer aber die ganze Pracht der Natur genießen möchte, sollte die eine oder andere der zahlreichen Wanderungen in Betracht ziehen. Auf teilweise unbefestigten Wegen führen diese zu den berühmtesten Arches.

Wandern im Arches National Park

Ausgerüstet mit viel Wasser und der Kamera im Anschlag begaben wir uns auf den Devils Garden Trailhead der nach einigen Meilen zum Double O Arch führt.  Unter scheinbar vollkommener Ignoranz der Naturgesetze entstanden dort gleich zwei Arches übereinander.

Felsen sehen aus wie Kriegsschiffe

Der Weg ist das Ziel
36mm f/11 1/125s ISO 64

Tatsächlich ist bei dieser Wanderung aber der Weg das Ziel. Vorbei an einer Ebene auf der die Felsen wie Kriegsschiffe zwischen den Sträuchern schwimmen, kamen wir zum berühmten Landscape Arch. Wer schon einmal etwas vom Arches National Park gehört hat, der hat bestimmt auch schon einmal dieses Exemplar von einer brückenartigen Steinformation gesehen.

Landscape Arch. Instabiler Steinbogen im Arches National Park

Landscape Arch
32mm f/11 1/125s ISO 160

Wie unschwer zu erkennen ist hat der Arch ein Problem mit der Statik. Es gilt als sicher, dass dieser nicht mehr all zu lange zu bewundern ist. Bereits in den 90er Jahren ist ein größeres Stück aus der rechten Seite des Arch gebrochen und hat nur knapp sich darunter befindende Touristen verfehlt. Seitdem kann man den Arch aus Sicherheitsgründen nur noch aus einiger Entfernung bewundern.

Neben all den Arches ergaben sich auch immer mal wieder Möglichkeiten für weniger imposante, aber dennoch interessante Motive. So bieten besonders die in korkenziehermanier wachsenden Bäume und Büsche immer wieder Möglichkeiten für Detailfotos.

Vertrockneten Baumstumpfes

Detailfoto eines vertrockneten Baumstumpfes
24mm f/2.8 1/1250s ISO 100

Ein weniger berühmter, aber nicht weniger beeindruckender Arch ist der Partition Arch. Er besteht aus einem kleinen und einem großen Steinbogen durch die man eine sehr weite Sicht genießen kann.

Blick durch den Partition Arch mit weiter Sicht

Partition Arch
24mm f/11 1/60s ISO 200

Schließlich erreichten wir den Double O Arch. Nach einer kurzen Pause zur Stärkung machten wir uns wieder auf den Rückweg, um noch genügend Zeit für den Delicate Arch zu haben.

Double O Arch zur Mittagszeit

Double O Arch
7.91mm f/10 1/200s ISO 125

Wanderung zum Delicate Arch

Bevor wir uns auf den Weg zum Highlight des Arches National Parks, dem Delicate Arch machten, kamen wir noch am Balanced Rock vorbei. Ein Stein der sich vermutlich schon seit lange vor der Entdeckung der newtonschen Gesetze in seiner Position befindet. Eines Tages wird aber vermutlich auch er merken, dass es so etwas wie Schwerkraft gibt.

Balanced Rock ignoriert die Schwerkraft

Balanced Rock
70mm f/11 1/160s ISO 100

Der Beschreibung für die Wanderung zum Delicate Arch entnahmen wir, dass es nur 124 Höhenmeter bis zum Ziel sind. Wir waren zwar schon kaputt von den anderen Wanderungen, aber das wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Was sind schon 124m? Auf jeden Fall mehr als wir dachten. Es ging mehrmals rauf und auch wieder runter, sodass es dann doch etwas mehr gewesen sein müsste.
Es fing an mit einem befestigtem Weg, bei dem wir uns sicher waren, dass am Ende der Delicate Arch auf uns wartet.
Tat er aber nicht. Der Weg wurde abgelöst von einer massiven Felsplatte die erstens unwegsamer und zweitens steiler war.
Die Sonne fing bereits an unter zu gehen und wir hofften, dass sich der Delicate Arch hinter der Felsplatte befinden würde.
Tat er aber wieder nicht. Nach der Felsplatte folgte eine weniger anstrengende Wanderung über eine Hochebene an dessen Ende auch kein Arch in Sicht war.

Hochebene auf dem Weg zum Delicate Arch

Hochebene zum Delicate Arch
24mm f/11 1/80s ISO 100

Die Sonne sank, die Hoffnung schwand. Aus steilen, breiten Wegen wurde ein schmaler Vorsprung der uns entlang der Felswand weiter führte.

Weg zum Delicate Arch am Felsen entlang

Weg zum Delicate Arch
24mm f/11 1/60s ISO 320

Als wir die Hoffnung bereits aufgeben wollten, passierte dann das vollkommen unerwartete. Nach einer weiteren Biegung auf dem Pfad an der Felskante kamen wir zu einer art Amphitheater. Zahlreiche Sonnenanbeter und Fotografen waren bereits dort um den Sonnenuntergang am Delicate Arch zu bewundern. Die untergehende Sonne lies uns gerade noch genug Zeit das Stativ aufzubauen und die passenden Einstellungen für die Kamera zu finden. So gelang es uns doch noch den leuchtenden Delicate Arch in der Abendsonne zu fotografieren.

Delicate Arch bei Sonnenuntergang im Arches National Park

Delicate Arch bei Sonnenuntergang
70mm f/11 1/50s ISO 100

Um diese einmalige Atmosphäre einzufangen hat sich die Wanderung auf jeden Fall gelohnt. Auf dem Rückweg bot sich kurz vor dem Parkplatz noch eine Möglichkeit für ein Foto des Nachthimmels der sich in einem Tümpel spiegelte.

Himmel spiegelt sich im Wasser

Himmel spiegelt sich im Wasser
24mm f/2.8 1/15s ISO 1600

Und nun seid ihr dran

Habt ihr Fragen, Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge zum Beitrag, so freuen wir uns über einen Kommentar.

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