Architekturfotografie – ein anspruchsvolles Thema

Hochhaus von unten

Lange Zeit war es  ruhig hier im Blog, aber heute lade ich Euch zu einem neuen Beitrag ein. Dieses Mal haben wir uns Verstärkung von Marie Bachmayr vom Online-Magazin NeoAvantgarde geholt. Sie schreibt für Euch in den folgenden Zeilen was die Spezialitäten der Architekturfotografie sind und was Ihr dabei beachten solltet.

Die Architekturfotografie ist ein sehr interessantes, aber anspruchsvolles Thema. Es kommt darauf an, die Objekte attraktiv darzustellen und dem Betrachter möglichst ein genaues Bild von den Objekten zu vermitteln. Der Betrachter soll sich gut in das Gebäude hineinversetzen können, dafür ist einerseits die richtige Vorgehensweise, andererseits die geeignete Ausrüstung erforderlich. Grundsätzlich vereint digitale Spiegelreflexkamera die Vorteile einer Digitalkamera und einer analogen Spiegelreflexkamera, sie zeigt die fertigen Aufnahmen sofort auf dem Display an, so können Aufnahmen, die nicht gelungen sind, gelöscht werden. Eine digitale Spiegelreflexkamera ermöglicht sogar die Bearbeitung der Aufnahmen und das Einbringen von Effekten. Abhängig davon, welche Aufnahmen gemacht werden sollen, kann die digitale Spiegelreflexkamera mit verschiedenen Objektiven aufgerüstet werden, worauf später noch eingegangen wird. Ein nützliches Hilfsmittel für die Architekturfotografie ist außerdem immer ein Stativ, um unscharfe Bilder zu vermeiden. Die Architekturfotografie gliedert sich in die Bereiche Städtefotografie und Immobilienfotografie, hier soll der Fokus auf der Städtefotografie liegen.

Grand Central Station

Grand Central Station

Beeindruckende Urlaubserinnerungen aus Stadtmotiven

Bei der Städtefotografie können Reiseerinnerungen in Form von Ausschnitten ganzer Stadtbilder, aber auch von einzelnen Gebäuden erfasst werden. In beiden Fällen wirken Lichteffekte, beispielsweise die Morgendämmerung, ein Sonnenaufgang oder künstliches Licht, besonders reizvoll – es kommt daher auf den richtigen Moment an. Besondere Effekte ergeben sich bei einzelnen Gebäuden durch Spiegelungen, die durch Wasserpfützen erreicht werden können; die Gebäude erhalten dann eine völlig neue Darstellung.

Spiegelung im Wasser

Spiegelung im Wasser

Aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen, wirken die Aufnahmen immer wieder anders. Wer ansprechende Fotos machen möchte, sollte sich Zeit nehmen und das Objekt aus verschiedenen Blickwinkeln auf sich wirken lassen, um die beste Perspektive zu finden.

Hochhaus von unten

Hochhaus von unten

Auf die Brennweite kommt es an

Die Wahl der Brennweite ist entscheidend dafür, ob möglichst viel auf einem Bild gezeigt werden soll oder ob es um Details geht. Bei der Aufnahme von Ausschnitten aus einem Stadtbild soll viel auf dem Foto erfasst werden. Es kommt auf eine große Brennweite an, wobei ein Weitwinkelobjektiv zu empfehlen. Das Weitwinkelobjektiv wird auch bei großen und hohen Gebäuden benötigt. Geht es allerdings um Details und um, weiter entfernte Objekte heranzuholen, dann ist ein Teleobjektiv erforderlich. Hier wird nur mit einer geringen Brennweite fotografiert.

Weitwinkel

Weitwinkel

Die richtige Beleuchtung
Die Beleuchtung ist für die Qualität eines Fotos von besonderer Bedeutung. Soll ein Gebäude mit allen seinen Schönheiten gezeigt werden und sollen Farbe sowie Material zur Geltung kommen, dann ist Tageslicht am besten. Die Aufnahme hat bei Sonnenlicht die beste Wirkung. Liegt ein Gebäude im Schatten, sollte es aus einer anderen Perspektive fotografiert werden. Um bei Dämmerlicht oder künstlichem Licht das Beste aus einem Foto herauszuholen, ist eine Belichtungsreihe zu empfehlen. Bei der wird das Foto mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufgenommen wird, um letztendlich das Foto mit dem besten Licht auszuwählen. Alternativ zur Belichtungsreihe kann der HDR-Aufnahmemodus der Kamera verwendet werden.

Der richtige Blickwinkel

Um Details von Gebäuden oder bestimmte Bauformen wie einen Innenhof richtig zur Geltung zu bringen, ist der richtige Blickwinkel wichtig. Mit verschiedenen Aufnahmerichtungen kann ein Gebäude statisch, bewegt oder bedrohlich erscheinen. Hohe Gebäude können mit stürzenden Linien dargestellt werden, dazu eignet sich ein Shift-Objektiv.

Blickwinkel

Blickwinkel

Gute Tricks für die Städtefotografie

Bei der Städtefotografie können Menschenansammlungen störend wirken, doch bei überlaufenen Objekten ist es nicht möglich, das Gebäude ohne Touristen zu fotografieren. Hilfreich ist hier ein ND-Filter, der Bewegungen von Personen verflüssigt und unkenntlich macht.

Weitere Tipps und Tricks zur Städtefotografie hält das E-Book „Architekturfotografie“ bereit.

E-Book Architektur-Fotografie

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Und jetzt seid ihr gefragt

Habt ihr auch Erfahrungen beim Fotografieren zur Blauen Stunde gemacht? Plant ihr eine ähnliche Fotosession? Oder habt ihr einfach Anregungen zum Artikel? Dann hinterlasst uns doch einfach einen kurzen Kommentar.

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