Alten-WG-Treffen in Friedrichstadt im Frühjahr 2017

Diesmal sollte es Friedrichstadt werden. Vor neun Jahren wurde anlässlich eines runden Geburtstages die Idee geboren, einmal im Jahr ein langes Wochenende gemeinsam mit Freunden zu verbringen. Wir sind vier Paare und haben alle die Schallmauer von 50 Jahren bereits überschritten, somit ist es also unser alljährliches Alten-WG-Treffen. Die Organisation übernimmt abwechselnd jedes Jahr ein anderes Paar. Diesmal waren es wieder meine Ehefrau und ich.

Davor ging es schon nach Kühlungsborn – M/V (2009), Braunlage -NS (2010), Neßmersiel -NS (2011), Royum – SH (2012), Bansin – M/V (2013), Lübbow -NS (2014), Pinnau b. Duckow – MV (2015) und Gut Grasbeck bei Walsrode – NS (2016). 

Vorbereitung

Die Schwierigkeiten, so ein Wochenende (Freitag – Montag) zu organisieren besteht darin, ein geeignetes Datum zu finden. Alle gehören ja schon zum rentennahen Jahrgang, aber sind halt immer noch berufstätig. Die Entfernung zum Wohnort sollte nicht mehr als 300 KM betragen und die Unterkunft muss über vier Schlafräume und zwei Bäder verfügen. Man will ja morgens nicht Schlange stehen. Das Reiseziel wird vom Orga-Team nicht verraten. In unregelmäßigen Abständen gibt es jedoch kleine Hinweise. Das Pärchen, welches zuerst den Bestimmungsort errät, darf sich dann meistens das schönste Schlafzimmer aussuchen.

Friedrichstadt

Friedrichstadt ist mit ca. 2.500 Einwohner die zweitkleinste Stadt Deutschlands. Sie ist ca. 20 KM von der Nordsee, 60 KM von der Ostsee entfernt und liegt zwischen den Flüssen Eider und Treene.

Die Stadt wurde 1621 von dem Herzog Friedrich III gegründet und sollte als Handelsmetropole entwickelt werden. Dazu wurden aus den Niederlanden verfolgte Remonstranten (das ist kein Rechtschreibfehler) geholt und ihnen Religionsfreiheit gewährt. Berühmt ist Friedrichstadt wegen seiner Grachten nach holländischem Vorbild und wird deshalb auch Klein Amsterdam des Nordens genannt.

Unsere Unterkunft, ein Wohnhaus in der Westerhafenstr. war perfekt für uns gemacht. Das Haus verfügt über mehrere Schlafzimmer, zwei Bäder, einen großen Aufenthaltsraum, eine komplett eingerichtete Küche und einen urigen Garten. Es sind die vielen Einrichtungsgegenstände (Möbel, Schilder und Accesoires), die dem Haus einen besonderen Charme verleihen. Gebucht werden kann das Haus über http://www.westerhafen.com

Drehort für Pole Poppenspäler

Westerhafenstr. 9

Platz zum Verweilen

Uriger Garten

Fußmattenersatz

Das ist kein Dackelparkplatz, sondern ein Fußabtreter

Zweckentfremdung

Früher mal ein Hinweis in einer Telefonzelle, heute ein WC-Hinweis

Impressionen von Friedrichstadt

Das Orga-Team hatte eine kombinierte Stadtführung mit anschließender Grachtenfahrt organisiert. Aus unserer Sicht, ist diese Kombination sehr zu empfehlen.

Empfehlenswerte Stadtführung

Stadtführer in holländischer Tracht

Beliebter Treffpunkt

Schöne Häuser am Marktplatz

Frühjahr in Friedrichstadt

Gepflegte Grünanlage

Früher gab es noch keine Hausnummern an den Häusern. Zur Orientierung wurden die Gebäude mit sogenannten Hausmarken versehen. Sie sagten z. B. etwas über den Beruf des Bewohners aus. Sie verzieren auch heute noch die Häuser und sagen dann z.B.  etwas über sein Hobby aus.

Hausmarke

Wohnte hier einst der Müller?

Grachtenfahrt

Skyline of Friedrichstadt

Grachtenfahrt

Klein Amsterdam

Schöner Wohnen

Wohnen an der Gracht

Rastplatz

Auch hier gibt es Verpflegung to go

Nicht unerwähnt lassen möchte ich unseren Besuch im Museum „Alte Münze“. Hier erfährt man sehr viel über die Entstehung und die Geschichte der Stadt und kann einen Blick auf die Kirche der Mennoniten werfen.

Museum Alte Münze

Kirche der Mennoniten

Gastronomie

Es gibt genügend Restaurants in Friedrichstadt. Im Rahmen unserer Vorbereitung hatten wir bereits das Restaurant „Holländische Stube“ besucht. Von daher war dieses Haus unsere erste Wahl.

Restaurantempfehlung

Holländische Stube

Wir empfehlen dieses Haus gerne weiter. Es ist gut besucht und es ist ratsam,  vorher zu reservieren. An den anderen beiden Tagen ging es in das knapp 20 KM entfernte Husum. Dort hatten wir Tische im Husumer Brauhaus

Gut und günstig essen

Husumer Brauhaus

und auf der MS Nordertor reserviert.

Im Husumer Hafen

MS Nordertor

Daumen hoch für diese beiden Restaurants. Beide Lokalitäten findet Ihr auch im Internet und auch hier empfehlen wir eine Tischreservierung.

Die Umgebung von Friedrichstadt

Zu jedem Treffen gehört auch ein obligatorischer Ausflug mit dem Fahrrad, deshalb haben wir immer unsere eigenen Räder dabei. Die Organisatoren hatten sich für die Koldenbüttel-Treene- Tour, ca. 35 KM, entschieden. Einen Flyer gibt es kostenlos in der Touristinformation.

Auf der Strecke fährt man auf befestigten Wegen. Sie hat nur wenig Steigungen und ist gut ausgeschildert. Erstes Etappenziel war der Glockenstapel neben der St. Leonhard Kirche (12. Jh) in Koldenbüttel.

Kirche in Koldenbüttel

St. Leonhard Kirche

GSehenswürdigkeit in Koldenbüttel

Glockenstapel, das Holz stammt aus dem Jahr 1461

Weiter ging es in Richtung Schwabstedt. Kurz vor Schwabstedt, in Ramstedt, gibt es das Mühlencafe „Lieblingsplatz“. Das Cafe lädt zum Rasten ein, denn Ihr solltet dann ja auch schon ungefähr 18 KM gefahren sein.

Von dort geht es über Schwabstedt nach Seeth. Wer Lust und noch genügend Kondition hat, kann noch eine Abstecher zur alten Eisenbahnbrücke machen. Sie war einst Bestandteil der Verbindung Rendsburg – Husum. Sie wurde 1910 fertiggestellt und noch bis 1974 regelmäßig genutzt.

Findet den Weg

Abstecher zur alten Eisenbahnbrücke

Schönes Fotomotiv

Treenebrücke bei Schwabstedt

Auf dem Rückweg nach Husum, solltet Ihr von der vorgegebenen Route abweichen und den Hinweisschildern zum Hofcafe Mildterhof folgen. Hier lohnt es sich abermals einen Boxenstopp einzulegen und den leckeren selbstgebackenen Kuchen zu probieren. Bei dieser Gelegenheit lasst Euch auch mal von der Besitzerin etwas über ihre Aronia-Beere erzählen.

Von dort sind es dann nur noch knapp 4 KM bis zur Unterkunft. Wir waren in der Zeit der Rapsblüte unterwegs und konnte noch diese schöne Aufnahme machen.

So, und nun seid Ihr gefragt, wenn Euch der Reisebericht gefallen hat und Ihr vielleicht Lust auf Friedrichstadt verspürt, dann würde ich mich über ein Feedback freuen.

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